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Nach Mannheim zieht's mich überhaupt nicht

irgendwo in Lu: Brigitte Frech ist mit ihrem Wohnort Pfingstweide sehr zufrieden und schätzt Frankenthal als Einkaufsstadt

„Irgendwo in Lu” halten wir wöchentlich spontan Ausschau nach interessanten Gesprächspartnern. In der Pfingstweide hat gestern Mittag Brigitte Frech (57) nach dem Einkaufen den Heimweg um ein paar Minuten verschoben und uns ein Interview gegeben.

Frau Frech, Sie kommen gerade aus dem Supermarkt. Was haben Sie denn gekauft?
Wenn Sie wollen, können Sie in meinen Korb schauen. Sonderangebote hauptsächlich.

Ist das Ihr Mittagessen?
Nein, das Mittagessen steht zu Hause. Das habe ich schon gekocht. Es gibt Brokkoli und Kartoffeln.

Nichts dazu?
Mein Mann kriegt Fleischkäse dazu. Der braucht das (lacht).

Sie sind Vegetarierin?
Richtig. Manchmal ersetze ich das Fleisch durch Schafskäse oder sowas. Es gibt ja auch vegetarisches Fleisch.

Schmeckt das?
Wenn man es richtig zubereitet, auf jeden Fall. Man braucht Übung und muss es gewöhnt sein. Mit guten Gewürzen ist das schon in Ordnung.

Seit wann leben Sie in der Pfingstweide?
Mein Mann wohnt hier schon über 30 Jahre, ich noch nicht ganz so lang. Und mit einer Unterbrechung.

Sie sind wieder zurückgekommen?
Ja, ich bin in Oppau geboren und habe später auch mal in Edigheim gewohnt. Die Pfingstweide hat ihre guten und ihre schlechten Seiten. Aber ich fühle mich wohl.

Was sind die guten Seiten?
Wir haben eine nette Wohngemeinschaft im Berner Weg, eine nette Nachbarschaft. Sportlich passiert sehr viel. Ich mache im Kneippverein Qi-Gong und habe schon Heilgymnastik gemacht. Heute Abend bin ich in Friesenheim, aber was in der Pfingstweide angeboten wird, würde schon ausreichen.

Und die schlechten?
Leute, die mir nicht gefallen - aber schlechte und gute Beispiele gibt es in jedem Stadtteil.

Hier hat sich in der letzten Zeit ja viel verändert. Was ist denn für Sie am auffälligsten?
Das Ärztehaus finde ich toll. Auch das Angebot an Waren ist sehr gut.

Bekommen Sie hier alles?
Ja. Ich stehe sehr auf Bio-Lebensmittel, die kriege ich hier auch. Ich gehe auch schon mal auf den Markt nach Frankenthal, aber hauptsächlich wegen des Flairs. Hier trifft man aber auch immer Leute.

Wie finden Sie denn das Einkaufsangebot in der Innenstadt - Stichwort Rhein-Galerie?
Zu meiner Schande muss ich gestehen, da war ich noch gar nicht. Interessiert mich auch nicht.

Wie sieht's mit Mannheim aus?
Da zieht's mich überhaupt nicht hin.

Warum nicht?
Weil ich das Angebot in Frankenthal schätze. Das reicht mir. Und da kann ich mit dem Rad hinfahren.

Ist die Pfingstweide nicht gut angebunden?
Doch, schon. Ich fahre wirklich meistens mit dem Fahrrad, auch zu meinen Eltern nach Oppau. Aber wenn ich mal nach Ludwigshafen in die Stadt fahre, nehme ich den Bus. Da habe ich die Bushaltestelle direkt vor der Haustür.

Wenn Sie sich wünschen könnten, was in der Pfingstweide noch passieren sollte - was wäre das?
Eigentlich fehlt mir gar nichts.

Interview: Nicole Heß

 


Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Ludwigshafener Rundschau
Ausgabe: Nr.20
Datum: Dienstag, den 24. Januar 2012
Seite: Nr.17
"Deep-Link"-Referenznummer: '8596094'
Präsentiert durch DIE RHEINPFALZ Web:digiPaper

 

Schwätzchen vorm Supermarkt: Brigitte Frech (links) im Gespräch mit RHEINPFALZ-Mitarbeiterin Nicole Heß. FOTO: KUNZ-HARTMANN
Schwätzchen vorm Supermarkt: Brigitte Frech (links) im Gespräch mit RHEINPFALZ-Mitarbeiterin Nicole Heß. FOTO: KUNZ-HARTMANN



 
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