Regenbogen-Kinder feiern Einzug
Pfingstweide: Ausweichquartier ade - Kindergarten nach fünfmonatiger Umbauzeit wiedereröffnet

Kleiner Schnitt, großer Schritt: Das jüngste Kindergartenkind, der zweieinhalbjährige Bastian und das älteste, die sechseinhalbjährige Vanessa schnitten das gelbe Band vor dem neu renovierten Kindergarten durch. Danach gab es für die Regenbogen-Kinder kein Halten mehr. Foto: KONRAD
Mit einem Fest nahmen die Kinder des Kindergartens Regenbogen ihren neuen alten Kindergarten wieder in Beschlag.
Nach fünf Monaten intensiver Umbau- und Sanierungsmaßnahmen war es am Sonntag endlich so weit: Der protestantische Regenbogen-Kindergarten in der Pfingstweide wurde wiedereröffnet.
Zunächst führten die Kindergartenkinder im Gottesdienst das fetzige Musical „Noah und die coole Arche" auf. Die gerade ausgepackten Umzugskartons dienten dabei als Baumaterial für die Arche, in die dann alle Tiere von der Giraffe bis zur Spinne einzogen. Fast wäre Noahs Arche auch beim anschließenden Gemeindefest zum Einsatz gekommen, doch die Festbesucher ließen sich die gute Stimmung nicht von Petrus schlechter Laune verderben. Schließlich galt es, die Wiedereröffnung des sanierten Kindergartens und das traditionelle Gemeindefest zu feiern, das unter dem Motto „Unter Gottes Regenbogen" stand.
Mitte Januar hatten die Erzieherinnen die Umzugskisten gepackt und quer über den Kirchplatz ins Gemeindehaus getragen. Hier hatten die Regenbogen-Kinder für fünf Monate während der Totalsanierung des 37 Jahre alten Gebäudes ein Ausweichquartier gefunden. „Die Kinder haben sich hier sofort wohl gefühlt, auch die ganz kleinen", erinnert sich die Leiterin des Kindergartens, Rita Ackermann. „Sie haben gesagt: Das ist jetzt unser Kindergarten."
Bei regelmäßigen Baustellen-Exkursionen verfolgten Kinder und Erzieherinnen aufmerksam die Bauarbeiten. Als der Kindergarten vollständig entkernt war, haben einige Kinder allerdings doch Angst bekommen und gemeint: „Die machen unseren Kindergarten kaputt", erzählt sie.
Für die Erzieherinnen war es zunächst ein ungewohntes Arbeiten, erstreckte sich der Kindergarten nun über zwei Etagen. Eng ging es auch zu, sogar der Gottesdienstraum wurde zum Gruppenraum. Der Interimskindergarten erforderte manche kurzfristige Reaktionen und Kompromisse, mussten sich doch auch die verschiedenen Kreise der Gemeinde mit den 50 lebhaften Kindergartenkindern arrangieren. „Da waren wir viel mit den Kindern unterwegs", berichtet die Leiterin von den pragmatischen Lösungen, denn auch das Außengelände des Kindergartens konnte während der Umbauphase nicht genutzt werden. Dabei bleibt es auch zunächst, denn schon steht der nächste Umbau an, wie Gemeindepfarrer Frank Wolf den Festbesuchern erzählte. Mit dem „Natur Pur"Projekt wird in den kommenden Monaten das Außengelände neu gestaltet.
Nach verschiedenen Grußworten war es dann endlich so weit: Das jüngste Kindergartenkind, der zweieinhalbjährige Bastian, und das älteste, die sechseinhalbjährige Vanessa, schnitten das gelbe Band vor dem neu renovierten Kindergarten durch. Jetzt gab es buchstäblich kein Halten mehr. Groß und Klein drängte in die neuen Räume. Während sich die Erzieherinnen besonders über die neue Küche und das Farbkonzept mit hellen, freundlichen Farben freuten, probierten die Kinder sofort die neuen und lang entbehrten Spielmöglichkeiten aus. Es war nämlich nur ein Teil der Spielsachen mit in das Ausweichquartier genommen worden. Im Kaufladen sortierten die Kinder die Waren neu, Wippe, Rutsche und Hüpfpferdchen fanden schnell ihre Liebhaber. „Für die zwölf zweijährigen Kinder gibt es jetzt endlich wieder einen Wickelraum, auch haben wir nun einen eigenen Personalraum und ein separates Büro", freut sich Rita Zimmermann über die verbesserte Raumsituation, die dem ganzen Team die Arbeit deutlich erleichtert. Kinder und Erzieherinnen konnten es kaum erwarten, am nächsten Tag den ersten „richtigen" Kindergartentag in den neuen Räumen zu verbringen.


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